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Monthly Archives: Mai 2010

Schon 1914 entwickelte Le Corbusier das Konzept der stapelbaren Wohnungen mit einem unabhängig vom Hausgrundriss funktionierenden Skelett. 1925 vorgestellt, wurden die Häuser erst nach dem Zweiten Weltkrieg als ein Konzept gegen die Wohnungsnot errichtet. Eine dieser insgesamt fünf „Wohnmaschinen“ steht in Berlin. 17 Geschosse auf 7 Meter hohen Pfeilern, 557 Wohnungen – das größte Wohnhaus der Stadt.

Foto: streifzug

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Mit seiner schlichten Zurückhaltung und minimalistischen Architektur unterstreicht das neue Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ die düstere Vorstellung, die die Geschichte dieses Ortes hervorruft.

Einst standen hier die wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors:

  • das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa), also die politische Polizei Preußens im Dritten Reich, mit einem eigenen Hausgefängnis. Die Geheime Staatspolizei wurde 1939 in das Reichssicherheitshauptamt eingegliedert. Chef: Rudolf Diels, ab 1934: Reinhard Heydrich
  • mit dem Beginn des 2. Weltkrieges das Reichssicherheitshauptamt (RSHA), zuständig für alle sicherheitspolitischen und nachrichtendienstlichen Belange und damit für den größten Teil der deutschen Sicherheitsorgane. Chef: Reinhard Heydrich, ab 1943 Ernst Kaltenbrunner, beide unterstanden dem Reichsführer SS
  • die Reichsführung SS. Die Schutzstaffel (SS) war zum persönlichen Schutz Adolf Hitlers gegründet worden, wurde später das Hauptinstrument des politischen Terrors und war maßgeblich am Holocaust beteiligt. Reichsführer SS: Heinrich Himmler

Heute erinnert die „Topographie des Terrors“ an die Zentrale von Gewalt, Unterdrückung, Vertreibung und Völkermord während der nationalsozialistischen Diktatur. Am authentischen Ort der Täter informiert die Ausstellung über die NS-Schreckensherrschaft und ihre europäischen Dimensionen.

Niedernkirchnerstraße 8, Berlin, täglich 10 bis 20 Uhr, Eintritt frei

Foto:  streifzug – das Dokumentationszentrum vor dem Martin-Gropius-Bau

Jede Menge Kaulquappen waren da einmal drin. Jetzt habe ich keine mehr gesehen…

Foto: streifzug

…der Sonne und der Weser in Nienburg.

Foto: streifzug

Der Talkessel von Sóller, Mallorca.

Foto: streifzug

Die Fassade der Klosterkirche Lluc, Mallorca.

Foto: streifzug

In Sóller, Mallorca.

Sammlung Pere A. Serra, Estación del Ferrocarril.

Foto: streifzug

Gesehen bei Son Marroig, Mallorca.

Foto: streifzug

Von der Tramuntana bis zur Sierra de Levante, Mallorca.

Foto: streifzug

Küstenlandschaft bei Bendinat, Mallorca.

Foto: streifzug

In Cala Pi, Mallorca.

Foto: streifzug

Frühlingsgefühle vor den Ruinen von Capocorb Vell, Mallorca.

Foto: streifzug

Die Unwetter haben sich verzogen, ein strahlend sonniger Tag erhellt die Insel. Und eine zauberhafte Nacht.

Foto: streifzug

Weithin sichtbar in Berlin: die vergoldeten Rippen der Kuppel auf der Neuen Synagoge

5. September 1866: Einweihung

09. und 10. November 1938: In der Progromnacht wird die Synagoge geschändet und in Brand gesetzt. Wilhelm Krützfeld aus dem nahegelegenen Polizeirevier tritt den Brandstiftern entgegen und bewahrt das Gebäude vor der Zerstörung.

30. März 1940: Ein letzter Gottesdienst findet statt. Danach wird die Synagoge der Wehrmacht übergeben. Im Zweiten Weltkrieg wird das Gebäude durch Boomben schwer beschädigt und der Hauptraum 1958 wegen Einsturzgefahr gesprengt.

1988: Gründung der Stiftung Centrum Judaicum und Grundsteinlegung für den Wiederaufbau

7. Mai 1995: Eröffnung des wiederhergestellten Gebäudes als Centrum Judaicum. Es wird nicht wieder zur Synagoge geweiht, sondern informiert mit der Ausstellung „Tuet auf die Pforten…“ über jüdisches Leben in Berlin.

streifzug-berlin

Zum ersten Dom in Berlin erhöhte der damalige Papst Paul II. im 15. Jh. eine Kapelle im kurfürstlichen Schloss. Mit diversen Verlegungen und Umbauten wandelte sich der Baustil vom gotischen Backsteinbau über Barock und gipfelte im 19. Jh. im Klassizismus des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel – ein Superstar aus heutiger Sicht. Nach der Reichsgründung erschien der Schinkelsche Kirchenbau zu bescheiden und wurde – heute undenkbar – abgerissen. Ein Sakrileg! Ein Architekturprofessor aus Charlottenburg legte die Pläne für den Neubau vor. Et voilá – der neue Dom von 1905: eine eklektizistische Erinnerung an deutschen Barock und italienische Hochrenaissance.

Foto: streifzug

Sie ist längst ein Teil des Berliner (und des touristischen) Stadtlebens geworden: die Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas. Die heftigen Diskussionen und Kritiken sind verstummt. Dem Nichtsahnenden gibt das Stelenfeld keinen sichtbaren Hinweis auf den Holocaust – mit Verunsicherung und Nachdenklichkeit begegnen nur diejenigen dem Mahnmal, die um seine Bedeutung wissen.

„Ausmaß und Maßstab des Holocaust machen jeden Versuch, ihn mit traditionellen Mitteln zu repräsentieren, unweigerlich zu einem aussichtslosen Unterfangen.“ sagte der Architekt Peter Eisenman, von dem der Entwurf für das Mahnmal stammt. Ein wenig von dieser Hilflosigkeit spiegelt sich wider in der Ambivalenz des befangenen oder eben auch unbefangenen Umgangs mit der Gedenkstätte.

Foto: streifzug

…für die Restaurierung der alten Hansestadt Riga.

Das  Zifferblatt der Turmuhr im Kreuzgang des Doms.

Foto: streifzug